Ein Endometriose-Blog ohne viel Endometriose

Geht denn das? Ja es geht. Findloveyourbody ist ein Endometriose-Blog ohne viel über Endometriose zu sprechen. Ich beschäftige mich zurzeit viel mit persönlicher Weiterbildung – Veränderung, Glaubenssätzen, Einstellungen und Gedanken. Angefangen hatte auch ich, mit Beiträgen über schmerzhafte Tage, über die Endometriose selbst zu schreiben, was es mich alles gekostet hat und was sich alles veränderte. Im Laufe des Jahres merkte ich aber schnell, umso mehr ich darüber schreibe, umso chronischer wird das Ganze in meinem Kopf.

Ich möchte bitte niemanden damit vor den Kopf stoßen. Jeder sollte das Recht haben es so zu handhaben wie’s gemocht wird. Bloß ich hab mich vor einiger Zeit, eigentlich ziemlich unterbewusst, schon dafür entschieden nicht viel über die Endometriose selbst zu schreiben, sondern darüber was ich tue um meine Schmerzen zu lindern. Ich möchte meinen Fokus nicht auf die negativen Sachen legen. Ich möchte meinen Fokus darauf richten, was ich tun kann damit es sich besser damit leben lässt. Ich möchte meinen Fokus darauf richten, was sich seither alles ins positive verändert hat. Ich möchte meinen Fokus auf das Positive richten. Auf die Fülle in meinem Leben, auf mein Herz. Auf das was ich zum Leben brauche. Was mich glücklich macht. Und das alles trotz einer chronischen Schmerzerkrankungen.

Gedanken bewegen soviel. Gedanken entscheiden über dein ganzes Leben. Hätte mir das jemand vor einem Jahr gesagt, hätte ich ihm gezeigt wo der Mistkübel ist, dem er diesen Shit erzählen kann. Heute bin ich diejenige die der Mistkübel gezeigt wird.

Verändere zuerst deine innere Welt und dein äußeres Leben wird sich verändern. Eigentlich kennt das jeder. Wenn wir mit dem falschen Fuß aufgestanden sind, denken wir den ganzen Tag nur negatives. Sind träge, müde und genervt. Mein Gedanken passen also zu meinem Äußeren und umgekehrt. Einen Tag später platzen wir aus dem Bett mit Herzen in den Augen, singen laut im Auto mit, schenken der Welt unser schönstes Lächeln. Meine Gedanken passen also zu meinem Äußeren und umgekehrt. Aber warum sträubt sich dann jeder gegen Gedankenkontrolle, Glaubenssätzen, Bewusstsein und Achtsamkeit? Die rollenden Augen kann ich quasi „hören“.

Versuche ich meine Energie ins Positive im Leben zu fokussieren, in Dankbarkeit. Versuche ich mit Liebe zu antworten und mit Vertrauen in das Leben, wird vieles in einem anderen Licht erscheinen.

Ich weiß das es manchmal hart ist etwas positives zu finden und ich weiß auch das es schwierig ist bzw. noch schwieriger ist, wenn man mit Endometriose zu kämpfen hat. Ich weiß das tatsächlich ziemlich gut. Und die Sätze „Es gibt immer etwas positives“ hängen einem eigentlich schon beim A*** raus, aber es ist tatsächlich etwas Wahres dran. Sich in Dankbarkeit üben, macht einen zum glücklichsten Menschen der Welt. Sich darin üben, alles von einem positiven Winkel zu betrachten macht zufrieden, glücklich und bringt Fülle ins Leben.

Heißt nicht, das niemand mehr in seinem Leben einen schlechten Tag haben darf. Doch. „Unbedingt“ sogar. Gefühle sollen gelebt werden. Alle und so viel davon wie es nur geht. Das sage ich immer wieder. ABER, diese sollten dann einfach angenommen und akzeptiert werden ohne diese zu bewerten. Ohne sich darüber zu ärgern. Ohne sich in schlechte Tage hineinzusteigern. Dankbar bin ich auch an schlechten Tagen bzw. übe ich es zu sein.

Früher pflegte ich mein Vokabular mit Sätzen wie „Ich hab immer irgendeinen Scheiß“. „Hab immer irgendwelche komplizierten Erkrankungen“. „Bin nie gesund“. Das rutscht mir heute NICHT MEHR über die Lippen. Eigentlich tut’s mir gerade sogar weh, das ich es ausgeschrieben habe. Denn wenn ich meinen Fokus ständig darauf lege, das ich nicht gesund bin, wie soll ich denn dann jemals gesund werden?

Heißt jetzt auch nicht, das ich euch erzählen will das ich hiermit das Heilungsmittel Nr. 1. „entdeckt“ habe. Gedankenkontrolle – nein, natürlich nicht (die Pharmaindustrie würde für mein Verschwinden sorgen). Aber es beeinflusst den Heilungsprozess, den chronischen Verlauf. Es beeinflusst euer Leben. Es beeinflusst wie ihr damit lebt. Es beeinflusst ob ihr trotz Erkrankung glücklich seid.

Beobachtet euch doch mal die nächsten Tage was in euren Köpfen so vorgeht, und was euch so über die Lippen rutscht Tag ein Tag aus. Sich selbst mal wieder zuhören und Achtsam mit seinen Gedanken umgehen. Ihr werdet überrascht sein.

Viel Liebe,
Eure Lisa.

5 Gedanken zu “Ein Endometriose-Blog ohne viel Endometriose

  1. Kathi schreibt:

    Meine Mama sagt immer „Manche Dinge kannst du nicht ändern. Aber du kannst deine Einstellung dazu ändern.“ Und ich finde, sie hat recht. Das fasst deinen Beitrag ziemlich gut zusammen, denke ich.
    Auch ich kann die Endo natürlich nicht verschwinden lassen, aber ich habe meine Einstellung dazu geändert, ganz ähnlich wie du. Sie bestimmt nicht mein Leben, ICH bestimme mein Leben! Und ich lass es mir von der blöden Kuh nicht versauen, die da in meinem Bauch wohnt. 🙂

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    • Lisa-Maria schreibt:

      Liebe Kathi, vielen Dank für dein Kommentar. Ein toller Glaubenssatz von deiner Mama. Er ist perfekt ♥️ und wenn du jetzt noch die „Blöde Kuh“ weglässt, verschwindet auch der Hass. Alles alles Liebe dir! Ich würd mich freuen wieder mal von dir zu hören. ♥️

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