„Can you remember who you were, before the world told you, who you should be?“

Ich erhalte so viele Nachrichten von euch, die soviel privates erzählen. Daher ist mir heute auch danach. 

Meinen Namen kennt ihr ja, Lisa. Tatsächlich heiße ich Lisa-Maria. Maria spricht nur leider niemand aus. Früher hatte mich das gestört, da ich ihn schön finde.

Obwohl es heute 25 Grad und Sonnenschein bei uns in Oberösterreich hat, habe ich noch nicht viel gemacht außer eine Stunde in der Sonne zu schlafen und ein wenig das Haus in dem ich, mit meinem Freund und Hund Bobby wohne, geputzt. Mir ist heute nach gemütlich und ich bin ehrlich gesagt sehr froh darum das meinem Geist und Körper danach ist. 

Denn die meiste Zeit in meinem Leben will ich zu viel und das ganze am Besten auf einmal. In meinem Kopf streiten sich die Gedanken um deren Rangliste. Das ist eines an dem ich sehr arbeiten möchte. Geduld zu haben. Eine Sache die mir die Endometriose geschenkt hat. Hab Geduld, lehn dich zurück und lebe im hier und jetzt. Du kannst nichts auf dem Planeten verändern, wenn du deine innere Welt nicht kennst. 

Atme durch Lisa und habe Geduld. Durch Schmerzen werde ich oft zurück auf die Couch zitiert. Heute lerne ich das dankend anzunehmen, früher hatte ich mich immer dagegen gewehrt. „Das ist nicht meine Person, das bin nicht ich. Ich bin kein Couchknotzer.“ Tatsächlich hatte ich mich dahingehend kategorisiert. Heute weiß ich, das es eine liebevolle Einladung vom Leben ist, zur Ruhe zu kommen, sich neu zu orientieren, sich Ziele zu setzen und diese langsam wie eine Sanduhr abzuarbeiten. Daher genieße ich Tage wie heute. Langsame, erholende, ehrliche und authentische Tage an denen ich einfach meinem Gefühl nachgehen darf. Ich mach das wonach mir auch tatsächlich ist.

Seit Anfang dieses Jahres beschäftigte ich mich sehr viel mit persönlicher Weiterentwicklung. Positive Affirmationen in mein Leben zu bringen. Mein Gedankenmuster zu unterbrechen und umzuprogrammieren. Mein Ganzes Sein in Frage zu stellen, was meine Aufgabe im Leben ist. Auch wenn das Ganze sehr positive Sachen sind, belastet es mich an manchen Tagen. Sich zu verändern kann stressig sein. Sich zu verändern kann einem Angst machen, da oft dann das Leben was bisher drumherum gepasst hat, zu bröckeln anfängt, was man eigentlich nicht vor hatte. Also ja, an manchen Tagen stresst es mich, mich ins positive zu verändern. Mein Herz will dann zu viel. Ich hinterfrage alles und anstatt mich besser kennenzulernen, weiß ich dann oft gar nicht mehr wer ich überhaupt bin, war und sein will.

Wenn ich mich an einen Beitrag setze, an dem ich euch mein Herz öffne, mache ich nichts anderes als meinen Mac aufzuklappen, Spotify reinzuhauen und in die Tasten zu drücken. Findloveyourbody ist wie ein Tagebuch, bloß ohne Schloss. Ich lösche nichts und hau keine Rechtschreibprüfung drüber.

Manchmal fühle ich mich als ob ich in der falschen Zeit auf diese Welt gekommen bin. Denn ich tu mir extrem schwer in ein Gesellschaftliches-Muster reinzupassen. Ich brauche extrem viel Flexibilität im Leben. Alleine ein Handyvertrag zu haben, ist mir schon zu verbindlich. Deswegen hab ich keinen mehr. Ich hatte begonnen Marketing- und Electronic Business zu studieren und war bereits im 4. Semester von 6. Doch das Leben hatte andere Ziele für mich. Es zitierte mich wieder einmal zurück auf die Couch. Dieses mal mit unerklärlichen, schlimmen Unterleibsschmerzen, einer erfolglosen OP und einer Diagnose mit der ich Anfangs nicht wusste was ich davon halten soll. Endometriose. Ob ich mein Studium fertig mache? Nein. Ich brauch es nicht mehr. Mein Weg hat sich geändert. Ich habe nicht die Kraft und Energie für ein Studium welches für mich keinen Sinn mehr hat. Nicht weil ich es nicht kann, ich will es nicht. Und mein Ego, etwas nicht fertig gemacht zu haben, kommt sehr gut damit klar. Denn ich fühle mich nicht als Opfer. Im Gegenteil. Ich habe mich gegen das entschieden, was mir viele geraten habe. Ich habe auf mein Herz gehört und mich gut dabei gefühlt.

Auch das typische Lebensmuster von Schulabschluss, Matura, Studium, Beziehung, Hochzeit, Hausbau und Familie macht mir oft Angst. Es ist so etwas fix vorgegebenes. Und ich mag es nicht wenn mir jemand den Weg vorgibt.

Ich versuche seit einem Jahr das Meditieren zu meiner täglichen Routine zu machen. Doch ganz schaffe ich es noch nicht. Yoga ja. Aber mich regelmäßig hinzusetzen und in Stille mein Lautes Sein zu beobachten, fällt mir oft schwer.

Spiritualität bedeutet für mich nicht, mich selbst zu finden. Es bedeutet für mich zu lernen, mit der Leichtigkeit, dem authentischen und losgelösten, spontanen, ehrlichen, vertrauten Sein des Lebens mitzutanzen. Ich möchte einfach glücklich sein, mit dem was ist. Ich weiß das ich alles in mir Trage um alles zu erreichen was ich mir wünsche. Doch mir fehlt noch die Wegbeschreibung dazu.

Social Media ist ein Part in meinem Leben der für mich oft Segen und Fluch zugleich ist. Dort die gesunde Mitte zu finden ist ebenfalls ein Punkt der mir schwer fällt. Social Media ist für mich oft ein so falsches und gefühlloses Pflaster. Auf der einen Seite gibt es mir so viel, das mich hindert es hinzuschmeißen.

Der letzte Punkt der mir in letzter Zeit oft durch den Kopf geht, ist dieses Wort: Ankommen. Ich höre so oft den Satz: Ich bin Angekommen. Ich freu mich für alle die das sind, gleichzeitig wehrt sich mein Ganzes Sein gegen das „Ankommen“. Ich will nicht Ankommen. Ankommen bedeutet für mich Stillstand. Und Stillstehen will ich auf keinen Fall. Ich will mit dem Leben mitwachsen, mir mit jedem neuen Lebensjahr eine neue Fähigkeit angelernt haben, die mir dabei hilft, im Flow des Lebens zu tanzen. Ich möchte mich bewegen. Ich sage niemals nie. Früher dachte ich immer, dass das schlecht ist. Das ich auch Ankommen muss. Heute weiß ich dass das nicht Wahr hist. Ich möchte jeden Abend wen ich schlafen gehe, angekommen sein. Den Tag abschließen. Hinter mir zu lassen. Erfahrungen mitzunehmen, um nächsten Tag am Abend vor dem Schlafen gehen wieder ankommen zu können. Bei meinem eigenen Atem. Das ich lächelnd einschlafen kann, mit dem Gefühl der Leichtigkeit.

Danke das ihr mich auf meinem Weg begleitet. ❤

3 Gedanken zu “„Can you remember who you were, before the world told you, who you should be?“

  1. Josi schreibt:

    Danke Lisa für diesen Beitrag. So spannend, wir sind uns sehr ähnlich 😇 Ich lese deine Welt sehr gerne u finde mich oft wieder. Ich z.B. fühle mich im Grundstein angekommen. Das gibt mir Sicherheit. Doch der Wunsch nach Abzweigungen ist groß und diesen folge ich einfach… 💛

    Gefällt mir

    • Lisa-Maria schreibt:

      Liebe Josi. Vielen Dank für deine netten Worte! Es ist schön zu lesen das du deine „Base“ gefunden hast, auf der du dich ausruhen kannst um nach neuen Abenteuern ausschau zu halten 🙂 Alles Liebe dir! ❤ Lisa

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s